Herzlich willkommen bei der
Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI)

Die deutschsprachige Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI) ist ein Zusammenschluss von Fischkundlern/innen (Ichthyologen/innen) und Interessierten aus allen Bereichen der Fischkunde, wie z.B. Wissenschaft, Fischerei oder Aquaristik. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fischen und die Schaffung eines deutschsprachigen Forums für Information, Kommunikation und Publikation im Bereich der Fischkunde. Wesentliche Elemente der GfI-Aktivitäten sind die Ausrichtung der wissenschaftlichen GfI-Tagungen, die Herausgabe des Internetportals Fischfauna-Online und die Publikation von Fachbeiträgen wie dem Bulletin of Fish Biology. (Der Bezug des Bulletins of Fish Biology ist im Beitrag enthalten.)

 


Aktuelles:

Ausschreibung in der Abteilung „Meeresnaturschutz" auf der Insel Vilm: Wissenschaftlich-technische Mitarbeiterin/ wissenschaftlich-technischer Mitarbeiter (m/w/d) (Diplom-FH oder Bachelor-Abschluss) für das Fachgebiet II 5.2 "Meeresschutzgebiete, Management, Monitoring“ (Leitung: Dr. Jochen Krause). Es handelt sich um ein attraktives, vielseitiges Tätigkeitsfeld, welches u.a. Fachwissen im Aufbau und Betrieb einer technischen Infrastruktur zur Kontrolle und Überwachung der AWZ-Naturschutzgebiete erfordert und die Unterstützung der Durchführung des Zustands- und Effektmonitorings beinhaltet. Weitere Informationen unter: https://interamt.de/koop/app/stelle?id=524927. Informationen zum Tätigkeitsfeld der Abteilung unter: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz.html.

Ein spannender Beitrag zur innerartlichen Vielfalt unserer Fischfauna und deren Konsequenzen für den Artenschutz: "Testing the devil’s impact on southern Baltic and North Sea basins whitefish (Coregonus spp.) diversity" - Open Access Research Article von Thomas Mehner, Kirsten Pohlmann, David Bittner und Jörg Freyhof. Hintergrund: Die Vielfalt und Phylogenie der Maränen und Felchen (Gattung Coregonus) ist komplex und umfasst viele endemische Arten, die von hohem Schutzniveau sind. Aufgrund der kommerziellen Bedeutung der Maränenfischerei gab es jedoch immer wieder Besatzmaßnahmen und Translokationen, was die Identifizierung der lokalen Bestände als Schutzeinheiten (conservation units) erschwert. Die Arbeit untersucht die komplexe Geschichte des Schaalsees (Norddeutschland), für den eine Sage berichtet, dass der Teufel Felchen aus dem mitteleuropäischen Bodensee in diesen See geworfen hat.

Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns: Neutrale Evolution prägt Lebenserwartung und Alterung. Die kurze Lebensdauer bei afrikanischen Killifischen beruht auf dem Fehlen einer starken Selektion gegen schädliche Mutationen. „Die Fische scheinen nicht kurzlebig zu sein, weil das gut für sie ist oder weil es eine Anpassung an ihre Umwelt ist. Tatsächlich könnten sie in längeren Regenzeiten länger leben und sich fortpflanzen. (...) Vielmehr funktioniert die natürliche Selektion für Gene, die im Alter wichtig sind, einfach nicht so effizient. Es spielt keine Rolle, ob eine Mutation die Fische im Alter ein wenig krank macht, denn sie haben sich bereits vermehrt und diese Mutation auf ihre Nachkommen übertragen. Dieses Grundprinzip erklärt das aufgeblähte Genom und die Ansammlung schädlicher Mutationen bei kurzlebigen Killifischen.“

Pressemitteilung der Universität Wien "Die Gruppe der Makrelenhaiartige umfasst einige der charismatischsten uns bekannten Haiarten, wie den Makohai, den berüchtigten Weißen Hai und nicht zuletzt Megalodon, den größten bekannten räuberischen Hai, der jemals die Weltmeere durchstreifte. Eine internationale ForscherInnengruppe um Patrick L. Jambura von der Universität Wien fand nun heraus, dass die Zähne dieser Top-Räuber eine einzigartige Struktur besitzen, aufgrund welcher sie den Ursprung dieser Gruppe zu einer kleinen, bodenlebenden Haiart aus dem mittleren Jura (vor 165 Millionen Jahren) zurück rekonstruieren konnten. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht."