Fischfauna-online lebt von der Fülle an Informationen und somit von der aktiven Unterstüzung der GfI-Mitglieder, und allen, die sich für (heimische) Fische interessieren

Daten über die räumliche und zeitliche Verbreitung von Flora, Fauna und Lebensräumen sind eine unabdingbare Grundlage für den Schutz und die Entwicklung der biologischen Vielfalt und damit Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung. Im angewandten Naturschutz ist heute jedoch, trotz vermehrter behördlicher Anstrengungen, ein großer Mangel an der Erfassung und Aktualisierung von faunistischen und floristischen Verbreitungsdaten festzustellen. In dieser Situation kommt der verstärkten Einbindung des ehrenamtlichen Elementes (wieder) eine zunehmende Bedeutung zu.

Dies gilt trotz zahlreicher Erfassungen im Zuge der Umsetzung von Wasserrrahmenrichtlinie (WRRL) und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) ganz besonders auch für die heimische Fischfauna!

Faunistische Erfassungen können heute im Zeitalter des WEB 2.0 auch durch interaktive Online-Werkzeuge und Publikationsplattformen im Internet erfolgen. In einer Arbeitsgemeinschaft zwischen Biologie und Informatik an der Hochschule Bremen werden Internetwerkzeuge entwickelt, um Biodiversitätsdaten dezentral zu erheben, auszuwerten und über Fachportale einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Das vollständig auf Open-Source-Webanwendungen beruhende Projekt „Digitale Biodiversitätsatlanten“  folgt dem Gedanken des so genannten „Citizen Science“ und baut Brücken zwischen Wissenschaftlern, akademisch gebildeten Experten und engagierten Bürgern.

Fischfauna-online ist die erste Anwendung dieser neuen Technologie!

  • Fischfaunistische Daten bilden die Basis für Artenschutzprojekte, sie ermöglichen das Erstellen von Roten Listen oder gehen ein in wissenschaftliche Modellierungen zum Zustand von Gewässern und ihren Lebenswelten in einer sich immer schneller wandelnden Welt!
  • Fischfaunistische Daten sollten daher für alle ohne große Hemmnisse zugänglich sein!
  • Fischfaunistische Daten sind umso wertvoller, je besser ihre zeitliche und räumliche Auflösung ist. Nur so lassen sich langfristige Trends erkennen, Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
  • Fischfaunistische Daten sollten publiziert werden! Dies geht am besten in wissenschaftlichen Fachbeiträgen. Allzuoft kommt hierbei aber eine vollständige Dokumentation der Rohdaten zu kurz oder wertvolle faunistische Daten werden gar als publikationsunwürdig betrachtet. Fischfauna-online bietet eine Alternative, auch Einzeldaten der Gemeinschaft zu Verfügung zu stellen. Dies bildet neben der Auswertung von Literatur und Abfrage anderer Datenbanken eine der wesentlichen inhaltlichen Säulen des Projektes.
  • Fischfaunistischen Daten sollten nicht in Datengräbern verschwinden! Das heißt, bitte Einzeldaten immer auch an regionale Datenbanken (z.B. Fischartenkataster der Bundesländer) melden, sofern diese vorhanden sind. Fischfauna-online beruht auf der Open-Access-Philosophie, hier eingehende Daten werden also bei Bedarf ggf. auch an andere, nichtkommerzielle Interessenten (z.B. Forschung und Lehre, Artenschutz) weitergegeben. Ferner wollen wir über GBIF die Daten auch global kommunizieren. 

All dies geht nur über die aktive Unterstüzung aller, die ein Interesse am Kennelernen und am Schutz unserer heimischen Fischfauna haben! → Wie kann ich mich am Projekt beteiligen?

Die Redaktion möchte sich ausdrücklich für jede Unterstützung bedanken!